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Anhand der Mobilitäts-App „Siehst du wirklich, was ich sehe?“ kann ausgehend von 10 unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer:innen die jeweils unterschiedliche Perspektive auf das Verkehrsgeschehen gezeigt werden. Durch die Erklärung und Besprechung des Video- und Bildmaterials können mögliche Gefahrensituationen genau erörtert werden. Rollerfahrende Kinder haben aufgrund ihrer im Unterschied zu Zu-Fuß-gehenden Kindern höheren Geschwindigkeit höhere Anforderungen an Ihre Verkehrswahrnehmung zu erfüllen.
In Abbildung 1 ist folgende Verkehrssituation zu sehen: Ein rollerfahrendes Kind möchte gemeinsam mit einem Erwachsenen eine Fahrbahn überqueren.

Abbildung 1: Ausgangssituation des erwachsenen Fußgängers mit dem rollerfahrenden Jungen
Mögliche Unfallgefahren für rollerfahrende Kinder
Bei dieser Verkehrssituation ergeben sich gleich mehrere mögliche Gefahrenquellen. Abbildung 2 zeigt die Perspektive des Lkw-Fahrers, das rollerfahrende Kind ist fast gänzlich vom Außenspiegel verdeckt und kaum wahrnehmbar. Aufgrund der eingeschränkten Sicht könnte es hier zu einer fatalen Kollision kommen.

Abbildung 2: Perspektive des Lkw-Fahrers mit zusätzlichem Außenspiegel
Gefahr durch andere Verkehrsteilnehmer:innen
Aufgrund der schmalen Silhouette des Kindes mit Roller kann es auch noch von anderen Verkehrsteilnehmer:innen leicht übersehen werden, wie von der nach rechts abbiegen wollenden Autofahrerin oder der geradeaus fahrenden Mopedfahrerin. Abbildung 3 zeigt die Verkehrssituation aus Sicht der Mopedfahrerin.

Abbildung 3: Perspektive der Mopedfahrerin
Gefahr der Unaufmerksamkeit des Kindes
Das rollerfahrende Kind muss in dieser Situation neben dem Lkw noch andere Gefahrenquellen im Blick behalten und muss seine ganze Aufmerksamkeit auf das Geschehen lenken. Auch das noch eingeschränkte periphere Sehvermögen des achtjährigen Jungen spielt hier noch eine Rolle. Deutliches Drehen des Kopfes nach links und rechts und ein Schulterblick können hier mögliche Gefahrenquellen minimieren.
Weitere Aufmerksamkeit muss das rollerfahrende Kind auf den entgegenkommenden Fußgängerverkehrs auf der Fahrbahn richten, damit es auch hier zu keinem Zusammenstoß kommt.
Unsere Tipps für Sie:
Es wird empfohlen, das Tempo zu reduzieren. Rollerfahrende Kinder sollten insbesondere in Bereichen mit Fußgänger:innen nur Schrittgeschwindigkeit fahren, um Kollisionen zu vermeiden. Über die Fahrbahn sollte der Roller geschoben werden.