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Kinder haben aufgrund ihrer kleineren Körpergröße eine deutlich niedrigere Augenhöhe als Erwachsene, sie haben auch ein noch eingeschränktes Gesichtsfeld. Zusätzlich beeinträchtigen parkende Autos, Hecken oder unübersichtliche Straßeneinmündungen ihre Sicht. Somit ist die Fähigkeit, sich einen Überblick über eine Verkehrssituation verschaffen zu können und damit in einem nächsten Schritt Gefahren frühzeitig erkennen zu können bei Kindern noch nicht vollständig ausgebildet. Nähere Informationen über die visuelle Leistungsfähigkeit von Kindern können sie hier nachlesen.

Das  vom Radland Niederösterreich entwickelte Periskop lenkt mit zwei präzise angeordneten Spiegeln den Blick auf Kinderniveau und reduziert sowohl die Sichthöhe als auch das Sichtfeld entsprechend. Dieser Perspektivenwechsel ermöglicht Erwachsenen, den Straßenverkehr aus Sicht eines Kindes zu erleben, ohne dabei in die Hocke gehen zu müssen. Erwachsene können mit einem Blick erkennen, wie sehr sich einerseits die entwicklungsbedingte Wahrnehmung von Kindern von jener von Erwachsenen unterscheidet und andererseits wie stark die Sicht von Kindern größenbedingt durch parkende Fahrzeuge, Hecken oder infrastrukturelle Barrieren eingeschränkt ist.

Mit dem Projekt K!SA – Kindersicherheit auf Augenhöhe wird der Verkehrsraum für Erwachsene aus Sicht der Kinder erlebbar, 2025 wurde es mit dem ersten Platz beim Österreichischen Verkehrssicherheitspreis AQUILA 2025 ausgezeichnet.

Das vom Radland Niederösterreich entwickelte Periskop lenkt mit zwei präzise angeordneten Spiegeln den Blick auf Kinderniveau und reduziert sowohl die Sichthöhe als auch das Sichtfeld entsprechend.
Fotos: © Phillipp Monihart

Weiterführendes Material kann auf der Radland-NÖ-Website nachgelesen werden.

Seit Herbst 2025 ist das optimierte Periskop kostenlos[1] verfügbar und kann von Gemeinden, Schulen und Vereinen in Niederösterreich bestellt werden. Das Material richtet sich insbesondere an Schulen, Gemeinden und vereinsbasierte Mobilitätsprojekte in Niederösterreich. Dieses Periskop ermöglicht es Erwachsenen, die Perspektive von Kindern besser zu verstehen und kann dadurch zu einem rücksichtsvolleren Verhalten im Straßenverkehr beitragen.

[1] solange der Vorrat reicht

Glühbirne

Unsere Tipps an Sie:

Fragen Sie Ihr Kind bei gemeinsamen Wegen, was es gesehen bzw. wahrgenommen hat, machen Sie es auf Dinge aufmerksam. So kann die Aufmerksamkeit ihres Kindes auf verkehrsraumwesentliche Informationen gelenkt werden. Leiten Sie es dabei bewusst an, den ganzen Kopf zu drehen, um das noch nicht voll entwickelte Gesichtsfeld kompensieren zu können.

Beim Üben des Schulwegs spielt die Sichtachse Ihres Kindes eine große Rolle, begeben Sie sich auf Augenhöhe Ihres Kindes, um feststellen zu können, was Ihr Kind aus seiner Perspektive überhaupt sehen kann.

Wiederholen Sie das erwünschte Blickverhalten (z.B. links-rechts-links schauen, bevor man die Fahrbahn überquert) und fragen Sie bei Ihrem Kind genau nach, was es gesehen hat.